HISTORISCHES

 


Hanf verbreitete sich von Zentralasien aus in weite Teile der Erde.

Funde belegen die Kultivierung der Pflanze bereits 10.000 v. Chr. in Mesopotanien und China. Der bisher älteste Hanffund in Europa ist 5.000 Jahre alt.

Ca. 2.300 v. Chr. wird Hanfmedizin in China erstmals erwähnt.

Einige Zeit später wird in China das erste Hanfpapier produziert. Es soll aber noch bis 1.450 n. Chr. dauern, bis das erste Papier aus "Hadern und Lumpen", die ja zum Großteil aus Hanf bestanden, in Europa hergestellt wird.

Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörte Hanf zu den weltweit am häufigsten angebauten Pflanzen.

Die Nutzung der Faser für Alltagskleidung stand zunächst im Vordergrund. Ab dem 19. Jahrhundert wurde der Hanf im Textilsektor von der Baumwolle verdrängt.

Nach einem kurzen Aufschwung der Hanf- Produktion im 2. Weltkrieg verschwand der Hanfanbau in Österreich und Deutschland, wo er einen bedeutenden Anteil in der Landwirtschaft ausmachte, aufgrund der günstigeren Baumwolle bzw. fossilen Rohstoffe gänzlich.

In Österreich wurde der Hanfanbau vor allem in Niederösterreich betrieben und viele Ortsnamen z.B. Amstetten ursprünglich "Hampstätten" oder Hanfthal bei Laa an der Thaya sind auf den Anbau und die Verarbeitung von Hanf zurück- zuführen. Durch Hetzkampagnen, in denen dem Hanf alle nur möglichen schlechten Eigen- schafften angedichtet wurden, verschwand der Hanfanbau aus unseren Breiten, und so wurde ab 1969 in Österreich kein Hanfanbau mehr getätigt. Erst mit seiner Wiederentdeckung 1995 erfährt der Hanfanbau eine Renaissance. Durch den Einkauf von Hanfprodukten fördern sie den Anbau dieser ökologisch nachhaltigen Pflanze.

Detaillierte Informationen finden Sie im Buch: "Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf" von Jack Herer, im Verlag Zweitausendeins, ISBN 3-86150-059-0